Blades2Build

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Eckdaten

Niveau: International

Partner: 14

Dauer: 01.2023 - 12.2025

Kontakt

Name

Wiebke Hagedorn

Forschungsgruppenleiterin "Modellierung und Bewertung"

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+49 241 80-99346

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Recycle, Repurpose and Reuse End-Of-Life Wind Blade Composites

Aktuell werden Rotorblätter von außer Dienst gestellten Windturbinen als nicht recyclebarer Abfall betrachtet und werden in der Regel deponiert. Das neu gestartete, von der EU geförderte Projekt Blades2Build, an dem 14 Partner aus Forschung und Industrie in Europa beteiligt sind, wird im Großmaßstab erforschen und demonstrieren, wie Abfall aus Windturbinenblättern nachhaltig recycelt, umfunktioniert und wiederverwendet werden kann. Das Projekt startet im Januar 2023 und wird drei Jahre laufen. Das ANTS bearbeitet das Projekt zusammen mit mehreren industriellen Partnern und führenden europäischen Universitäten aus acht europäischen Ländern.

Bis zum Jahr 2030 werden erneuerbare Energiequellen und Infrastrukturen, wie Onshore- und Offshore-Windenergie, in Europa voraussichtlich um 40 % zunehmen. Die Investition in neue Windenergie-Infrastrukturen impliziert eine Erneuerung bestehender Windturbinen, was zu Abfall aus Verbundmaterialien führt, wie z.B. den Rotorblätter.

Aufgrund der begrenzten Recyclingoptionen, die heute verfügbar sind, werden Tausende von Rotorblättern in auf Deponien entsorgt, wenn sie am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind, typischerweise nach 20-25 Jahren. Es wird geschätzt, dass bis 2050 mehr als 2 Millionen Tonnen Abfall jährlich auf Windturbinenblätter entfallen und dass der gesamte Rotorblätter-Abfall bis 2050 zwischen 21,4 und 69,4 Millionen Tonnen weltweit betragen wird. Daher werden im Rahmen dieses Projekts neue Kreislaufoptionen und innovative Lösungen für ausgeschiedene Windturbinenblätter erforscht.

Im Rahmen des Projekts Blades2Build werden die Beteiligten potenziell nachhaltige, einfach anwendbare und wirtschaftlich tragbare Möglichkeiten zum Recycling, der Umfunktionierung, Wiederverwendung und Verwertung von Windturbinenblättern und zugehörigen Materialien im großtechnischen Maßstab evaluieren und demonstrieren. Als Teil davon wird in Spanien eine große industrielle Pilotanlage errichtet, um Technologien zu entwickeln, die es ermöglichen, Rotorblätter in neue kreislauffähige Materialien, wie grünen Zement oder Aggregatmaterialien, umzuwandeln. Diese können in der Baubranche für verschiedene Zwecke eingesetzt werden und somit die Menge an benötigtem Rohmaterial reduzieren.

Das Projekt wird demzufolge zu einer bedeutenden Minderung des stetig steigenden Abfalls aus Verbundmaterialien, einer erheblichen Vermeidung von Deponierung, einer enormen Erhaltung von Ressourcen und einer längeren Lebensdauer hergestellter Kompositkomponenten in den betroffenen Branchen führen. Diese Entwicklung trägt zu einer positiven Transformation der Energielandschaft durch einen höheren Anteil erneuerbarer Energiequellen bei, was eine Reduzierung von Treibhausgasemissionen und eine Dekarbonisierung des Energiesektors zur Folge hat und den Zielen des EU-Green Deals entspricht.

Das Ziel von Blades2Build ist es, ein Wissenszentrum zu schaffen, das alle relevanten Akteure*innen im Bereich der Windenergie miteinander verbindet, einschließlich Politikern, NGOs, Endnutzern, Dienstleistern, Industrieunternehmen usw. Dies soll eine Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen ermöglichen, um Technologien, Systeme und Standards zu optimieren.

Das Projekt wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Kommissionsaufruf HORIZON-CL5-2022-D3-01-02 gefördert.

Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie auf der Blades2Build Website.